Intensive Begleitung von Eltern und Kindern

Vier Fragen an Gaby Grobbel, Teamleiterin der Kinderintensivstation in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin in der Frauen- und Kinderklinik St. Louise

Wie würden Sie die Arbeit auf der Kinderintensivstation beschreiben und was ist Ihnen dabei wichtig?

Die Arbeit mit den frühgeborenen Kindern und ihren Eltern ist eine ganz besondere. Wir begleiten die Eltern sehr intensiv, fördern die Elternanwesenheit und binden sie so früh wie möglich in die Pflege der Kinder ein. Außerdem verfolgen wir ein entwicklungsförderndes Pflegekonzept.

Wie viele „Frühchen“ versorgen Sie pro Jahr?

Jährlich sind es ca. 60.000 Kinder in Deutschland, etwa 220 von ihnen werden jedes Jahr in der Frauen- und Kinderklinik St. Louise in Paderborn geboren.

Wie bereiten Sie die Eltern auf den Aufenthalt der Kinder auf Ihrer Station vor?                 

Häufig können sich die Angehörigen gar nicht vorstellen, was bei uns auf der Frühgeborenenstation passiert und wie klein die Materialien sind, die wir für die Versorgung der Kinder benötigen. Droht in der Schwangerschaft eine Frühgeburt, führt das Team mit den werdenden Eltern schon im Vorfeld der Geburt ein so genanntes „Perinatalgespräch“, um genau zu erklären, was nach einer Frühgeburt passiert. Auch die Besichtigung der Station im Vorfeld ist dann möglich.

Sicherlich sehen Sie manchmal Kinder nach Jahren wieder, die einmal Patienten bei Ihnen waren. Wie ist das für Sie?

Es ist für uns immer eine große Freude zu sehen, was aus den Kindern geworden ist, die oft wochenlang auf unserer Station versorgt worden sind.