Radzo in den Ruhestand verabschiedet

Nach 52 Arbeitsjahren legt der Chirurg sein Skalpell nieder | Nachfolge bereits gesichert

Nach einem 52-jährigen, bewegten Arbeitsleben hat sich im St. Josefs-Krankenhaus Salzkotten jetzt ein echtes ärztliches Urgestein unserer Region in den Ruhestand verabschiedet: Dr. Josef Radzo (70). 44 Jahre lang war er als Chirurg tätig, 38 Jahre davon in OWL: Sein erster Chef in seiner Slowakischen Heimat sei ein strenger Mentor gewesen, blickte Radzo bei einer kleinen Abschiedsfeier Anfang der Woche zurück. Hier habe er sehr viel gelernt. Über Stationen in Österreich und Dortmund hatte ihn seine Reise als Arzt schließlich nach OWL geführt. Die Zeit zwischen 1981 und 2004 war er im Bürener St. Nikolaus Hospital tätig. Zunächst als Assistenzarzt, ab 1990 als Oberarzt und zwischen 2002 und 2004 schließlich als Chefarzt der dortigen Chirurgie.

Seit 2005 gehörte Radzo dann zum festen Bestandteil des chirurgischen Ärzte-Teams am St. Josefs-Krankenhaus in Salzkotten. Unter Dr. Antonius Kämper war er Oberarzt, nach dessen Ruhestand vorübergehend kommissarischer Chef der Abteilung. In der neu gegründeten eigenständigen Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie war er ab 2011 dann leitender Oberarzt.
„Dr. Radzo brachte 2005 als bereits langjährig tätiger Chirurg und davor Chefarzt der Chirurgie des St. Nikolaus Hospitals in Büren eine hohe fachliche Expertise mit“, blickt Hauptgeschäftsführer Dr. Josef Düllings zurück. „Er hat für unsere Patienten, vor allem auch aus der Region Büren, hervorragende Arbeit geleistet, ohne viel Aufheben.“ Für seine erfolgreiche Arbeit und hohe Loyalität dem Haus gegenüber bedankte sich Düllings im Namen der gesamten Geschäftsführung – auch dafür, dass Dr. Radzo sich in den letzten Jahren noch so engagiert zum Wohl der Patienten für das St. Josefs-Krankenhaus eingesetzt habe. Dem schloss sich Chefarzt PD Dr. Marco Ezechieli gerne an und sprach seinen herzlichen Dank für Radzos unermüdliches Engagement und seine große Unterstützung aus.
Seine Kollegen beschrieben den angehenden Ruheständler als einen Arzt aus Leidenschaft, der von früh bis spät engagiert im Dienst gewesen sei. Mit höchster Patientenorientierung und Kompetenz habe er stets das Wohl der ihm anvertrauten Menschen im Blick gehabt. Er habe die Fähigkeit besessen, Patienten ihre Ängste vor einem anstehenden Eingriff zu nehmen, dies könne nicht jeder. Seine Loyalität und Bescheidenheit wurde nicht nur von Vorgesetzten, sondern auch im Kollegenkreis besonders geschätzt.
„Ich bin bereit“, betonte Radzo mit Blick auf den neuen Lebensabschnitt. Auch wenn er das Operie-ren sicherlich vermissen werde. Doch nun freue er sich erstmal auf einen bereits geplanten Urlaub und ein schönes Weihnachtsfest. Sein Nachfolger steht bereits fest: Leitender Oberarzt der Klinik wird Bernd Weinhold. Auch die Berufsgenossenschaftliche Versorgung von Patienten, die einen Arbeitsunfall erlitten haben, ist am St. Josefs-Krankenhaus weiterhin gewährleistet: Diese Rolle übernimmt Dr. Hassan Hossein-Zadeh Fard, der über die Zusatzqualifikation „spezielle Unfallchirurgie“ verfügt.

Bildunterzeile: Ein „Urgestein“ geht in den Ruhestand: Hauptgeschäftsführer Dr. Josef Düllings (links) und Chefarzt PD Dr. Marco Ezechieli (rechts) bedanken sich für seinen langjährigen Einsatz bei Dr. Josef Radzo. (Foto: St. Josefs-Krankenhaus Salzkotten)