Weltkrebstag am 4. Februar

Trotz Corona: Vorsorge ist so wichtig wie eh und je

Anlässlich des Weltkrebstages am Donnerstag, 4. Februar, mit dem Motto „Wer bin ich und was kann ich zur Bekämpfung von Krebs tun?“ ruft die gesamte Ärzteschaft des zertifizierten Brustzentrums und des Gynäkologischen Krebszentrums der Frauenklinik St. Louise gemeinsam zur aktiven Krebsprävention auf. 

„Niemand sollte aus Angst vor einer Corona-Infektion Vorsorgeuntersuchungen und Arztbesuche meiden. Je früher eine Krebserkrankung diagnostiziert werden kann, desto höher sind die Heilungschancen! Frauen ab 50 sollten in jedem Fall das Mammographie-Screening wahrnehmen und auch die jüngeren Frauen sind angehalten, den jährlichen Besuch beim Gynäkologen zur Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung und Brust-Abtasten nicht verstreichen zu lassen“, mahnt Prof. Dr. Michael Patrick Lux, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe. Krebs mache weder vor einer Pandemie, dem Geschlecht oder dem Alter eine Pause. 

Diese Erfahrung musste auch die 26-jährige Alisia Spanke aus Paderborn im vergangenen Jahr machen: Im Juni bekam sie die niederschmetternde Diagnose Brustkrebs. „Nie hätte ich daran gedacht, mit so jungen Jahren an Brustkrebs zu erkranken. Eines nachts schmerzte meine Brust und wurde unglaublich heiß. Ich wusste sofort, dass etwas nicht stimmt und ging in die Frauenklinik“. In den darauffolgenden Monaten folgten viele Chemotherapien und eine Brustoperation. In Kürze startet die Bestrahlung, da auch ihre Lymphknoten befallen sind. Auch wenn sie den Krebs bis jetzt noch nicht ganz besiegen konnte, liegt ihr das Thema Vorsorge ebenfalls sehr am Herzen: „Ich möchte an alle Frauen appellieren, in ihren eigenen Körper hineinzuhorchen und sich die Brust regelmäßig selbst abzutasten. Gerade jetzt ist genug Zeit dazu da! Es kann Leben retten“, so die Paderbornerin. Trotz der Therapie und den Corona-Einschränkungen lässt sich Alisia ihre Lebensfreude und ihren Tatendrang nicht nehmen: Innerhalb kürzester Zeit gründete sie mit einer ebenfalls an Krebs erkrankten Bekannten den „Treffpunkt OWL“ für junge Krebserkranke. „Unser Ziel ist es, sich mit jungen Erwachsenen auszutauschen, die gerade ähnliches durchmachen, wir geben Tipps und klären offenen Fragen“. Im Dezember hatte die Studentin die Idee, „Brustkekse“ zu backen, die daran erinnern sollten, auf sich selbst zu achten und zur Vorsorge zu gehen. Mehr als 2000 Euro Spendenerlös kamen spontan zusammen, die sie an die DKMS und an die „Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs“ spendete. Dr. Michaela Wüllner, Leiterin des MVZ an der Frauenklinik St. Louise bestätigt: „Frau Spanke steckt niemals den Kopf in den Sand. Mit ihrer positiven Art ist sie eine echte Mutmacherin für Krebskranke.“ 

Bildunterzeile: von links: Dr. Michaela P. Wüllner, Ärztliche Leiterin des MVZ der St. Vincenz GmbH und Alisia Spanke. Foto: St. Vincenz-Krankenhaus/Böddeker