Mobiler High-Tech Übungs-OP macht Halt in Paderborn

Fortbildung für Chirurgen der St. Vincenz-Krankenhaus GmbH im Truck

Am vergangenen Freitag trainierten rund 15 Ärzte an einem außergewöhnlichen Ort neue OP-Methoden der Unfallchirurgie. Ein riesiger Truck hatte für Fortbildungszwecke einen Tag lang auf dem Gelände der Frauen- und Kinderklinik St. Louise geparkt. Im Inneren des Lastzuges befanden sich acht voll ausgestattete Operationstische, an denen die Chirurgen der Kliniken für Orthopädie und Unfallchirurgie der St. Vincenz-Krankenhaus GmbH ihre Fachkenntnisse an Kunstknochen vertiefen und erweitern konnten.

 

 

von links: Chefarzt Dr. Lutz Mahlke, Assistenzärztin Verena Henning, Oberarzt Dr. Stefan Meyer und Assistenzarzt Cem König.

„Diese Art von OP-Praxis ist einfach klasse. Unsere Mentoren standen uns mit Rat und Tat zur Seite. Hoffentlich macht der Truck wieder mal bei uns Halt“, waren sich die Assistenzärzte einig.
Schwerpunkt beim Üben war die Osteosynthese: die Operation von Knochenbrüchen mithilfe von Nägeln, Fragmentplatten und Schrauben. Anhand der Kunstknochen wurden komplexe Eingriffe simuliert und einstudiert. „In der Unfallchirurgie und Orthopädie gibt es kontinuierlich neue Erkenntnisse und OP-Verfahren. Der Truck bietet uns die Möglichkeit, eine große Anzahl an Fachpersonal gleichzeitig zu schulen und auf den neusten Stand zu bringen. Auch selten durchgeführte Operationen können hier von allen gefahrlos geübt werden. Dies erhöht die Sicherheit der uns anvertrauten Patienten.“, berichtet Initiator Dr. Lutz Mahlke, Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sporttraumatologie des St. Vincenz-Krankenhauses. Während Oberarzt Dr. Stefan Meyer seinen Assistenzärzten beim Einsetzen eines Nagels in das Schienbein akribisch über die Schultern schaute, bestätigte auch er: „Der Truck bietet die ideale Chance, ohne Zeitdruck unsere jungen Assistenzärzten mit den modernsten Implantaten und Techniken vertraut zu machen“. Der OP-Truck tourt derzeit europaweit zu verschiedenen Krankenhäusern. Nur drei Wochen im Jahr ist er auf den Straßen Deutschlands unterwegs - Paderborn war vorerst der letzte Stopp in Deutschland.