Evakuierung der Frauen- und Kinderklinik St. Louise

Vorbereitungen laufen auf Hochtouren

Aufgrund der Bombenentschärfung am kommenden Sonntag, 30. Juni, muss die Frauen- und Kinderklinik St. Louise für diesen Tag komplett geräumt werden. Die Patienten werden deshalb vorübergehend in das St. Vincenz-Krankenhaus Paderborn und in das St. Josefs-Krankenhaus Salzkotten verlegt und dort weiterbehandelt.

Inwiefern der Ablauf genau aussehen wird, wird am Montag in internen Sitzungen mit berufsübergreifenden Gruppen entschieden. „Da wir auf die Erfahrungswerte von der größeren Evakuierung im letzten Jahr zurückgreifen können und genug Vorlaufzeit haben, sind wir sehr optimistisch, dass die Verlegung unserer Patienten reibungslos klappen wird. Alle wissen, was zu tun ist“, berichtet Dr. Martin Baur, Stellvertreter des Ärztlichen Direktoriums. „Der Regelbetrieb wird weiter laufen und auch die Notfallversorgung wird weiter sichergestellt sein.“
In allen drei Betriebsstätten der St. Vincenz-Krankenhaus GmbH laufen die Vorbereitungen  schon auf Hochtouren. Schon jetzt sind alle Berufsgruppen vernetzt: das ärztliche Direktorium, die Pflege und die Technische Abteilung spielen bereits verschiedene Szenarien durch, wie die Verlegungen bestmöglich organisiert werden. Das Aufwändigste an der Evakuierung wird die Verlegung der Frühgeborenen sein. „Glücklicherweise ist die Kinderintensivstation zurzeit  nicht voll belegt und die Neugeborenen sind alle soweit stabil, dass sie alle transportfähig wären“, so eine erste Einschätzung von Dr. Peter Richter, Oberarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin. Natürlich möchten wir die Transportzeiten für alle Patienten so kurz wie möglich halten.“  Um eine solche Evakuierung zu stemmen, wird auch diesmal das Personal aufgestockt. „Schon jetzt zeigen sich die Kolleginnen und Kollegen sehr hilfsbereit und bieten an, unsere Teams zu verstärken“, berichtet Ralf Diermann, komm. stellv. Pflegedirektor.

Weitere Infos folgen.