1.500 Endoprothesen eingesetzt

St. Josefs-Orthopädie strebt Zertifizierung als Maximalversorger an

Jubiläum in der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sporttraumatologie am St. Josefs-Krankenhaus Salzkotten: Seit Dienstantritt von Chefarzt PD Dr. med. Marco Ezechieli im Sommer 2016 hat das Team jetzt die 1.500 Gelenkprothese eingesetzt, darunter ca. 900 Hüftoperationen und 600 am Kniegelenk.

Für Ezechieli ist diese symbolische Zahl ein Beweis für exzellente Teamarbeit. „Ich bin stolz darauf, ein hochprofessionelles Team an meiner Seite zu haben. Gemeinsam tragen wir hier im St. Josefs-Krankenhaus Salzkotten maßgeblich dazu bei, die endoprothetische Versorgung in der Region sicherzustellen“, ist er überzeugt. „In einer Gesellschaft, in der die Lebenserwartung immer weiter steigt, wird der künstliche Gelenkersatz weiter an Bedeutung gewinnen. Denn die Endoprothetik, wie diese Disziplin in der Fachsprache heißt, trägt erheblich dazu bei, die Mobilität und damit die Lebensqualität der Menschen bis ins hohe Alter sicherzustellen“, weiß der Gelenkspezialist. Doch trotz aller Freude über den 1.500. Eingriff betont der Chefarzt: „Mir ist es besonders wichtig zu vermitteln, dass das Einsetzen eines künstlichen Gelenkes erst nach Ausschöpfen der konservativen Therapiemaßnahmen oder gelenkerhaltenden Maßnahmen erfolgt. Dann setzen mein Team und ich auf minimal-invasive Methoden mit modernen knochenschonenden Implantaten. Diese schonen die Muskeln und Sehnen und die Patienten sind schneller wieder auf den Beinen.“
Mit den steigenden Eingriffszahlen strebt  die Klinik noch in diesem Jahr eine Zertifizierung als Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung an. Die Abteilung ist seit 2013 als Endoprothetikzentrum zertifiziert und unterzieht sich regelmäßig strengen internen und externen Qualitätskontrollen. Die Auszeichnung als Zentrum der Maximalversorgung wäre ein zusätzliches „i-Tüpfelchen“. Voraussetzung dafür ist ein hohes Maß an Spezialisierung, das die Klinik bereits jetzt schon bietet, sowie die hohen Erfahrungswerte der Chirurgen:  „Je öfter unsere Operateure bestimmte Eingriffe durchführen, desto höher sind auch die Behandlungsqualität und die Patientensicherheit“, erklärt Ezechieli. Die Klinik für Orthopädie ist seit jeher eine tragende Säule des Sälzer Krankenhauses und entwickelt sich stetig weiter. Mittlerweile besteht das Team aus zwölf Ärzten, darunter fünf Oberärzte. Auch fachlich hat die Abteilung das hohe Niveau, für das sie weit überregional bekannt ist, stets aufrechterhalten. Durch zusätzliche Spezialeingriffe – insbesondere im gelenkerhaltenden Hüftbereich – baut sie sich weiter aus. Hierzu gehört z.B. auch das von PD Dr. Ezechieli in Deutschland etablierte Verfahren der arthroskopisch assistierten mini-open Operation beim sogenannten Impingement der Hüfte – ein gelenkerhaltendes Verfahren speziell für junge Hüftpatienten zwischen 20 und 50 Jahren oder die 3-fach Beckenosteotomie bei Hüftdysplasie.
Seine chirurgischen Erfahrungen und sein Expertenwissen teilt der frisch gebackene Privatdozent Ezechieli auch international. So war er im Frühjahr zu Gast in Cheboksary in Russland und in Kolumbien, wo er Ärzte in der gelenkerhaltenen Hüftchirurgie und der minimal-invasiven Endoprothetik weiterbildete.

 

Bildunterzeile:
PD Dr. Ezechieli (Foto: St. Vincenz-Krankenhaus/Hoppe)